Vollständige Richtlinien - 6. Format (deutsch)

Datenbank-Richtlinien - 6. Format

  • Format
  • Erlaubte Formate:
    • Physikalische Medien
    • Video
    • MP3, ogg-vorbis und andere dateibasierte Formate
  • LP oder 12"?
  • CD oder CDr?
  • CD-Matrix
  • Formatbeschreibungen:
    • Album, Mini-Album, EP, Mixtape, Maxi-Single und Single
    • Limited Edition
    • White Labels, Promos und Testpressungen
    • Stereo
    • LP
    • Inoffizielle Veröffentlichungen
    • Compilations
    • Neuauflagen und Nachpressungen
    • Die Größe von Shaped-Vinyl-Platten

Format

6.1.1. Unter "Format" wird das für eine Veröffentlichung verwendete Tonträgerformat beschrieben. Wenn die gleiche Aufnahme auf verschiedenen Formaten veröffentlicht wird, müssen diese einzeln in die Datenbank eingetragen werden (dies gilt auch für unterschiedliche Datenübertragungsraten bei dateibasierten Formaten). Bitte tragen Sie nur jeweils das Format in die Datenbank ein, das sich auch tatsächlich in Ihrem Besitz befindet. Eine vollständige Liste aller Formate und die dazugehörigen Beschreibungen finden Sie auf der Seite Formatliste.

Neben dem grundsätzlichen Format (CD, Vinyl usw.) können Sie auch die Anzahl der Tonträger angeben, eine oder mehrere Formatbeschreibungen auswählen und weitere Informationen in ein Freitext-Feld eintragen.

In der Schnellstartanleitung wird an einem Beispiel erläutert, wie Sie das Format richtig eintragen.

6.1.2. Menge - hier wird die Anzahl der Tonträger eingetragen, die in ihrem jeweiligen Format zu einer Veröffentlichung gehören. Diese Angaben sehen gewöhnlich so oder ähnlich aus:

  • 1 x CD - für eine CD
  • 2 x CD - für eine Veröffentlichung mit zwei CDs

  • 1 x LP 1 x 7" - für eine Veröffentlichung mit einer LP und einer 7"

Veröffentlichungen, die z.B. zwei oder mehr Alben auf zwei oder mehr Tonträgern enthalten, können auf zwei verschiedene Weisen eingetragen werden - kompakt:

  • 2 x LP, Album

und erweitert:

  • 1 x LP, Album 1 x LP, Album

Die erweiterte Methode sollte bevorzugt verwendet werden.

Auch für dateibasierte Veröffentlichungen sollte das Feld "Menge" verwendet werden. Es kann hier die Anzahl der enthaltenen Audiodateien pro jeweiligem Format eingetragen werden. Nicht-Audio-Dateien sollten nicht gezählt werden.

Beispiele:

  • 4 x Datei, MP3 - für eine Veröffentlichung, die vier MP3-Dateien enthält
  • 1 x Datei, ogg-vorbis - für eine Veröffentlichung, die eine ogg-vorbis-Datei enthält
  • 15 x Datei, ACC
  • 1 x Datei, WAV - für eine Veröffentlichung, die fünfzehn AAC-Dateien und eine WAV-Datei enthält

In der Vergangenheit wurde dieses Feld bei dateibasierten Veröffentlichungen nicht verwendet. Dies bedeutet, dass es viele Einträge in der Datenbank gibt, die noch ergänzt werden müssen.

6.1.3. Format - Hier finden Sie die Grundformate, auf denen Audioinhalte veröffentlich werden können. Eine vollständige Liste ist unter http://www.discogs.com/help/formatslist hinterlegt.

6.1.4. Das Feld Formatbeschreibung kann innerhalb einer Veröffentlichung mehrfach angelegt werden. Nach Abschluss der ersten Formatbeschreibung können Sie mit Hilfe der [Hinzufügen Format]-Schaltfläche weitere Formatbeschreibungen erstellen. Die zur Verfügung stehenden Beschreibungsmerkmale hängen von dem zuvor ausgewählten Format ab.

6.1.5. Im Freitext-Feld können eingetragen werden:

- Eine nicht-standardmäßige Farbgebung des Tonträgers
- Besondere Verpackungen (beispielsweise Klappcover oder Digipacks, siehe 6.1.6)
- Jegliche wichtige Unterscheidungsmerkmale zwischen Veröffentlichungen (beispielsweise die Farbe des Covers oder der Label)
- Text, der nicht Teil des Titels ist, jedoch die vorliegende Veröffentlichung von anderen Veröffentlichungen unterscheidet (zum Beispiel "Disc 1", "Jubiläumsausgabe" usw.). Das Freitext-Feld sollte nicht verwendet werden, um Merkmale zu beschreiben, die bereits im Format-Feld oder im Beschreibungs-Feld festgehalten wurden
- Datenübertragungsraten bei verlustbehafteten Dateiformaten, zum Beispiel "320 kbps"
- Nicht-standardmäßige Gewichtsangaben zu Vinyl-Veröffentlichungen - vorausgesetzt, diese sind auf der Veröffentlichung vermerkt oder die Veröffentlichung gehört zweifelsfrei zu einer Serie besonders schwerer (z.B. audiophiler) Pressungen
- Informationen, die zum Format **Musikkassette** gehören, z.B. "C60", "Dolby B" [usw.](http://www.discogs.com/help/forums/topic/219805#2719487)
- Informationen über **Filmkodierung**, beispielsweise Dolby Digital, DTS usw.

6.1.6 Beschreibungen der Verpackung sollten nur dann im Freitext-Feld vorgenommen werden, wenn zwei oder mehr Veröffentlichungen zwar im selben Format und unter dem selben Titel auf einer Discogs-Künstler- oder -Labelseite erscheinen, sich aber durch ihre Verpackung unterscheiden (zum Beispiel CDs, die sowohl im "Slimline Jewel Case" veröffentlich wurden als auch im Digipack). Ist dies nicht der Fall, gehören Beschreibungen der Verpackung in das Feld "Anmerkungen zur Veröffentlichung".

6.1.7. Weil nur die ersten drei Buchstaben eines Freitextfeld-Eintrages in der Übersicht auf den Künstler- oder Labelseiten sichtbar sind, ist es wichtig, die herausstechenden Merkmale zuerst festzuhalten. Ein Beispiel: Wenn eine Veröffentlichung in "marmoriertem roten, blauen und braunen" Vinyl existiert, sollten die entsprechenden Angaben mit der Nennung der Farbe, z.B. "rot marmoriert", beginnen. In den Übersichten erscheinen dann die Abkürzungen "rot", "bla" und "bra" hinter den jeweiligen Einträgen.

Erlaubte Formate

6.2. Prinzipiell ist jeder Tonträger für eine Aufnahme in die Discogs-Datenbank geeignet. Bitte beachten Sie die folgenden Grundsätze, um sicher zu gehen, dass Ihr Tonträger tatsächlich in die Datenbank eingetragen werden darf:

Physikalische Medien

6.3. Auf Discogs werden nur solche Tonträger katalogisiert, die einer Öffenlichkeit zugänglich sind bzw. zugänglich waren - dabei kann es sich sowohl um kommerziell verbreitete Tonträger als auch um kostenlose Promo-Tonträger handeln. Veröffentlichungen, die auf bespielbaren Medien (zum Beispiel CDrs oder Kassetten) vervielfältigt wurden, werden genauer geprüft als solche, die auf nicht-bespielbaren Medien (beispielsweise Schallplatten oder "gepressten" CDs) hergestellt wurden. Bitte versuchen Sie stets, so viele Informationen wie möglich zu einer Veröffentlichung anzugeben - nur so lässt sich in Grenzfällen über die Gültigkeit eines Eintrages entscheiden.

Video

6.4. Nur solche Video-Veröffentlichungen, die Audioaufnahmen als wesentlichen Bestandteil enthalten, sind für die Datenbank geeignet; es sollte sich bei diesen Aufnahmen um eine oder mehrere vollständige Studioaufnahmen oder eine oder mehrere vollständige Live-Aufnahmen handeln. Als Faustregel gilt: Erfüllt ein Videomedium auch bei abgestelltem Bildschirm seinen Zweck, dann ist es wahrscheinlich für die Datenbank geeignet. Sollten Sie sich unsicher sein oder Sie einen Grenzfall eintragen wollen, erkundigen Sie sich bitte vorher im Unterforum "Adding & Updating".

MP3, ogg-vorbis und andere dateibasierte Formate

6.5.1. Für dateibasierte Formate gelten die selben grundsätzlichen Regeln wie für physikalische Medien. Dateibasierte Veröffentlichungen werden ähnlich genau geprüft wie CDrs und Kassetten, denn sie können besonders einfach hergestellt, vervielfältigt und vertrieben werden. Um eine Verifizierung von eigenständigen dateibasierten Veröffentlichungen zu ermöglichen, stellen Sie bitte im Feld "Anmerkungen zum Eintrag" entsprechende Informationen zur Verfügung - dabei kann es sich um die Internetadresse, unter der die Veröffentlichung gekauft oder heruntergeladen wurde, handeln oder um andere Informationen darüber, wie die Veröffentlichung in Ihren Besitz gelangt ist. Diese Informationen sollten bestenfalls ausführlich genug sein, um anderen Nutzern den Erwerb der Veröffentlichung zu ermöglichen.

6.5.2. Datenübertragungs- bzw. Bitraten sollten als "kbps" (klein geschrieben) eingetragen werden. Diese Information gehört in das Freitext-Feld.

6.5.3. Audiodateien, die sich auf dem Datenteil einer Hybrid-CD befinden, sollten nur in die Trackliste aufgenommen werden, wenn es sich dabei nicht um Titel handelt, die identisch sind mit den regulären Titeln der Veröffentlichung. Handelt es sich bei den Audiodateien um identische Titel, sollte diese Information in das Feld "Anmerkungen" eingetragen werden. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn eine CD über Digital-Rights-Management (DRM) verfügt und Audiodateien enthält, die nur auf einem Computer abspielbar sind.

6.5.4. Bootleg-, Counterfeit- oder raubkopierte Dateien dürfen nicht auf Discogs eingetragen werden.

LP oder 12"?

6.6. Da sich LPs und 12"s bei oberflächlicher Betrachtung sehr ähnlich sehen, kann es manchmal schwierig sein, zu entscheiden, ob ein Tonträger als LP oder 12" eingetragen werden sollte (die Bezeichnung 12" selbst bezieht sich eigentlich auf die Größe einer Platte. Discogs erlaubt die Eingabe aller bekannten Schallplattengrößen, also Größen von 4" bis 16"). 12"-Platten haben im Allgemeinen eine Spieldauer von weniger als 15 Minuten pro Seite, im Falle eines besonders guten, lauten Schnitts kann diese auch unterhalb von 10 Minuten pro Seite liegen. 12"-Singles gibt es erst seit dem Jahr 1976.

"LP" ist die Abkürzung für "Langspielplatte", eine Entwicklung, die gemacht wurde, um die Spieldauer von Schallplatten zu erhöhen. Zu diesem Zweck wurden die Rillen der Schallplatte verkleinert und mit geringerem Abstand geschnitten. Die meisten LPs verfügen über einen Durchmesser von 12", andere Größen sind jedoch auch möglich. Inzwischen ist es zwar allgemein üblich, die Begriffe "LP" und "Album" synonym zu benutzen - tatsächlich handelt es sich bei den meisten LPs wirklich um Alben - jedoch sollten der Genauigkeit halber beide Begriffe auf Discogs getrennt verwendet werden. LPs können einer Spieldauer von bis zu 30 Minuten pro Seite haben. Wenn eine Platte als LP eingetragen wird, ist im Regelfall davon auszugehen, dass diese einen Durchmesser von 12" besitzt und die Rillen (wie oben beschrieben) nahe beieinander liegen. Es können jedoch im Bedarfsfall andere Größen in das Feld "Formatbeschreibung" eingetragen werden, zum Beispiel "Vinyl, LP, 10".

Im Folgenden finden Sie ein paar Abbildungen, die veranschaulichen sollen, wie diese unterschiedlichen Formate aussehen können. Diese Bilder wurden aus der gleichen Entfernung aufgenommen und zeigen den gleichen Bildausschnitt. Sie wurden ausgewählt, um den Unterschied zwischen den Formaten hervorzuheben - die hier sichtbaren Unterschiede können also in der Realität weniger eklatant ausfallen. Zwischen diesen dargestellten Extremen können die Tiefe und die Nähe der Rillen zueinander übergangslos variieren. Sollten Sie sich nicht sicher sein, versuchen Sie bitte, anhand des Artworks der Veröffentlichung, der Label-Webseite, anhand von weiterführender Literatur oder Ähnlichem eine nachvollziehbare Einordnung zu treffen.

CD oder CDr?

6.7. Die Unterscheidung zwischen einer gepressten CD und einer gebrannten CDr kann schwierig sein, denn häufig sind CDrs professionell gestaltet. Die Formate besitzen folgende grundsätzliche Eingenschaften:

CD - die Daten wurden mit Hilfe einer Pressform (dem sog. "Stamper") in den Kunststoff gepresst. Die Oberseite der CD ist professionell bedruckt. Die Farbe der Datenseite ist silber/grau oder golden.

CDr - die bespielbare CDr wurde in einem Computerlaufwerk gebrannt. Die Oberseite ist beklebt, mit einem Tintenstrahldrucker oder professionell bedruckt. Die Datenseite ist meistens hellgold, silber oder grün bzw. blau gefärbt.

CD-Matrix

6.8. Der zuverlässigste Weg, eine CD von einer CDr zu unterscheiden, ist, einen Blick auf den inneren Ring der Datenseite zu werfen. Diesen bezeichnet man als "CD-Matrix":

CD - der Ring enthält gewöhnlich eine Pressnummer (die manchmal die Katalognummer der Veröffentlichung beinhaltet), einen Barcode sowie den Namen oder das Logo des CD-Presswerks. Seit 1994 verfügen die meisten CDs über zwei sogenannte "SID-Codes"; einer davon befindet sich in der Matrix und folgt dem Schema "IFPI Lxxx", der andere befindet sich im transparenten Innenring der CD, folgt dem Schema "IFPI xxxx" und ist oft nur schwer zu lesen.

CDr - in der Matrix befindet sich keine Pressnummer, keine Information über ein CD-Presswerk und kein Barcode. Dagegen enthält der Ring eine - häufig schwer lesbare - CDr-Typennummer, die oft eine "74" oder eine "80" - Angaben über die Spieldauer - enthält. Auf den transparenten inneren Ring ist oft eine Seriennummer gedruckt.

Audio-CDr - eigens für den Audio-Heimanwender konzipierte CDrs ("Audio-CDrs"), die über einen Barcode oder eingeätzte Nummern verfügen können, jedoch keinen IFPI-Code besitzen. Eine Seriennummer befindet sich (wie es scheint ausnahmslos) in einem "punktmatrixähnlichen" Format auf dem inneren Ring.

Formatbeschreibungen

6.9. Einige Formate sind sofort eindeutig erkennbar (etwa Minis, Shapes oder Picture Discs), wohingegen bestimmte Formatbeschreibungen es erforderlich machen, sich den Tonträger anzuhören (zum Beispiel Mixed, Partially Mixed und Mispress). Wieder andere können auf Grundlage von Bezeichnungen auf der Veröffentlichung zugeordnet werden.

Album, Mini-Album, EP, Mixtape, Maxi-Single und Single

6.10. Die Bezeichnungen Album, Mini-Album, EP, Mixtape, Maxi-Single und Single sollten nur dort verwendet werden, wo dies anhand von Tatsachen belegbar ist. Gibt es keine Möglichkeit, zu belegen, dass die Bezeichnung korrekt ist, sollte sie nicht verwendet werden. Als Belege kommen in Frage:

a) Erwähnung der Bezeichnung auf der Veröffentlichung b) Erklärung durch den Künstler oder das Label c) Charteinträge, die mit der Bezeichnung korrespondieren d) Allgemeine Zuordnung der Bezeichnung durch unabhängige Quellen (Fanseiten, Veröffentlichungen durch die Musikindustrie usw.).

Gehen Sie bei der Zuordnung dieser Formate nicht von bloßen Vermutungen oder persönlichem Ermessen aus. Wenn Sie in größerem Umfang Änderungen vornehmen, die im Bezug zu diesen Bezeichnungen stehen, halten Sie sich bitte immer an Richtlinie 14.1.2.

Limited Edition

6.11.1. Diese Kennzeichnung sollte nur dann verwendet werden, wenn die Begriffe "limited" oder "limited edition" ausdrücklich auf einer Veröffentlichung (auf dem Tonträger oder dessen Verpackung) genannt werden oder diese von verlässlichen Quellen für die Promotion oder das Marketing der Veröffentlichung verwendet wurden. Verwenden Sie die Kennzeichnung "Limited Edition" nicht, wenn Bezeichnungen wie "One-Time-Pressing" oder "Print Run of Only xxx copies" ohne "limited" auf der Veröffentlichung oder in verlässlichen Quellen erscheinen.

6.11.2. Handelt es sich bei der Veröffentlichung um einen Teil einer nummerierten Auflage (z.B. xxx of xxx copies"), verwenden Sie bitte lediglich die Kennzeichnung "Numbered". Wenn zusätzlich die Richtlinie 6.11.1. zutreffend ist, können Sie die Bezeichnung "Limited Edition" ebenfalls verwenden.

White Labels, Promos und Testpressungen

6.12.1. Tonträger sollten nicht als "Promo" oder "Testpressung" eingetragen werden, nur weil das Label leer ist. Ein Eintrag als Promo oder Testpressung sollte bei "White Labels" nur dann vorgenommen werden, wenn dies aus einer Labelbeschriftung oder der Verpackung hervorgeht. Alle drei Kennzeichnungen können außerdem auch in Verbindung mit "Inoffiziellen Veröffentlichungen" oder "teilweise inoffiziellen" Veröffentlichungen verwendet werden, wenn der Tonträger ohne Zustimmung des Künstlers oder des Labels hergestellt wurde.

6.12.2. Promos sind jegliche Tonträger, die als Veröffentlichungen für Promotionszwecke gekennzeichnet sind. Dazu gehören auch sogenannte "Advance Copies", die verbreitet werden, um die Werbung für eine spätere, kommerzielle Veröffentlichung zu ermöglichen. Die Kennzeichnung "Promo" sollte nur dann verwendet werden, wenn ein Tonträger zweifelsfrei zu Promotionszwecken veröffentlicht wurde, wenn dies also beispielsweise auf der Veröffentlichung vermerkt ist oder dieser vom Label, vom Künstler oder sonstigen verlässlichen Quellen ausdrücklich als "Promo" bezeichnet wurde. Veröffentlichungen, bei denen Hülle oder Tonträger lediglich mit Hilfe eines Stempels, eines Aufklebers oder Ähnlichem als "Promo" gekennzeichnet wurden, die jedoch ansonsten identisch mit der regulären Verkaufsversion sind, werden wie die reguläre Verkaufsversion behandelt. Gleiches gilt für Verkaufsversionen mit abgeschnittenen Ecken, übermalten oder ausgeschnittenen Barcodes oder mit anderen absichtlich herbeigeführten Beschädigungen. Veröffentlichungen, die sich nur durch beiliegende Presseinformationen oder Feedback-Bögen von der Verkaufsversion unterscheiden, sollten ebenfalls wie die reguläre Verkaufsversion behandelt werden.

6.12.3. Testpressungen sind normalerweise in limitierter Auflage hergestelle Tonträger, die dazu dienen, die Qualität einer Pressung zu überprüfen. Tragen Sie Tonträger nur dann als Testpressungen ein, wenn diese eindeutig als solche gekennzeichnet sind. Tragen Sie das Presswerk nicht in das Label-Feld ein - auch dann nicht, wenn das Logo des Presswerks an exponierter Stelle auf dem Tonträger oder dessen Hülle abgedruckt ist. Tragen Sie stattdessen das Label der dazugehörigen regulären Version in das Label-Feld ein. Bei Fragen über das Label einer Testpressung wenden Sie sich bitte an das Forum.

6.12.4. White Labels sind Platten, deren Labels auf beiden Seiten keinerlei mechanischen Druck aufweisen. Platten mit nach der Pressung aufgebrachten Stempeln, kleinen, bedruckten Aufklebern oder handschriftlichen Vermerken auf einem ansonsten leeren (aber nicht notwendigerweise weißen!) Label können im Allgemeinen als White-Label-Veröffentlichung betrachtet werden. White-Label-Versionen der selben Platte können als separate Veröffentlichungen eingetragen werden, wenn beispielsweise eine von ihnen gestempelt, die andere jedoch mit einem Aufkleber versehen wurde.

Stereo

6.13. Die Kennzeichnung "Stereo" sollte nur dann verwendet werden, wenn eine Veröffentlichung sowohl als Stereo- als auch als Mono-Variante existiert oder es einen anderen, wichtigen Grund gibt, dies zu festzuhalten. Bei den meisten CDs und Kassetten sowie nach etwa 1970 veröffentlichten Platten ist es unnötig, diese mit "Stereo" zu kennzeichnen.

LP

6.14. Tragen Sie LPs nicht mit "Vinyl, LP, 12", 33rpm" ein. Die Kennzeichnung als "Vinyl, LP" genügt völlig, denn "LP" steht im Regelfall für eine Langspielplatte mit einem Durchmesser von 12" (30 cm) und einer Drehzahl von 33rpm. Andere, nicht-standardmäßige Größen können zusätzlich, wie im folgenden Beispiel, eingetragen werden: Vinyl, LP, 10". Die Bezeichnung "LP" wird außerhalb von Discogs häufig synonym mit "Album" verwendet. Bei Discogs verwenden wir beide Begriffe getrennt voneinander und damit präziser. Wenn eine Platte als "LP" gekennzeichnet wird, bedeutet dies nicht automatisch, dass sie als Album veröffentlich wurde. Der Begriff "Album" ist ursprünglich ein Marketingbegriff, mit dem eine Sammlung von Liedern bezeichnet wird. Er sollte nur dort verwendet werden, wo kein Zweifel daran besteht, dass ein Tonträger als Album veröffentlicht wurde.

Inoffzielle Veröffentlichungen - Aufnahmen, die nicht vergütet wurden, Bootlegs, "Pirates" und Counterfeits

6.15.1. Auf Discogs werden alle Audioveröffentlichungen - unabhängig von ihrem rechtlichen Status - katalogisiert. Wir verwenden die Bezeichnungen "Inoffzielle Veröffentlichung" und "Teilweise inoffizielle Veröfffentlichung" um Veröffentlichungen zu kennzeichnen und zu unterteilen, die nicht dem üblichen Urheberrecht entsprechen.

6.15.2. Inoffzielle bzw. teilweise inoffizielle Veröffentlichungen werden genau so eingetragen wie offizielle Veröffentlichungen: Entscheidend ist, dass aus dem Eintrag hervorgeht, dass es sich um eine einzigartige Veröffentlichung handelt. Bitte ziehen Sie die Label-Richtlinien zu Rate, wenn Sie Informationen zu den Benennungsstandards benötigen.

6.15.3. Die folgenden Erklärungen sind lediglich ein Annäherung. Bootleg: Nichtautorisierte Aufnahme von einem Livekonzert oder einer Radio- oder Fernsehsendung. Counterfeit: Nachgemachter Tonträger, der ohne Genehmigung vervielfältigt und vertrieben wird, und der so gestaltet ist, dass er dem Original so ähnlich wie möglich sieht. "Pirate": Inhaltlich mit einer offiziellen Veröffentlichung identischer Tonträger, der ohne Genehmigung vervielfältigt und vertrieben wird und dessen Verpackung anders aussieht als die des Orignals.

Compilations

6.16.1. Im Gegensatz zu anderen Discogs-Kennzeichnungen wie "Album" oder "Single" muss die Kennzeichnung "Compilation" nicht auf der Veröffentlichung oder in verlässlichen Quellen erscheinen, damit sie verwendet werden kann. Sie kann in Kombination mit jeder anderen zulässigen Kennzeichnung (zum Beispiel "Compilation, Album") verwendet werden. Die Richtlinien für jede einzelne Kennzeichnung ändern sich dadurch nicht.

6.16.2. Verwenden Sie die Kennzeichnung "Conpilation" genauso wie sie in anderen Diskografien, von Sammlern, Läden oder der Allgemeinheit verwendet wird, nämlich um auf "Greatest Hits", "Best Ofs" oder andere thematisch aufgebaute Sammlungen von Liedern, die vorher auf unterschiedlichen Quellen veröffentlicht worden sind, zu verweisen.

6.16.3. Die Kennzeichnung kann verwendet werden, wenn auf einer Veröffentlichung bereits vorher veröffentlichte Stücke von unterschiedlichen Quellen zusammengestellt und mit einer neuen Verpackung versehen wurden.

6.16.4. Die Kennzeichnung kann verwendet werden. wenn eine Veröffentlichung aus zwei oder mehr vorherigen Veröffentlichungen besteht, die zusammen verpackt wurden.

6.16.5. Offizielle Diskografien oder andere verlässliche Quellen können bei der Entscheidung, ob diese Kennzeichnung verwendet werden sollte, von Nutzen sein.

6.16.6 Wann die Kennzeichnung "Compilation" nicht verwendet werden sollte:

- Tonträger, die mit Bonus- oder Extrastücken wiederveröffentlicht wurden, sollten nicht als "Compilation" gekennzeichnet werden. Manchmal sind auf Veröffentlichungen mit Bonus- oder Extrastücken Angaben wie "This release was compiled by..." oder "This compilation..." zu finden; in diesen Fällen sollte die Kennzeichnung "Compilation" nur dann verwendet werden, wenn die weiter oben angeführten Kriterien ebenfalls erfüllt werden.
- "Sampler", "mixed" oder "split releases" sollten nicht als "Compilation" gekennzeichnet werden, es sei denn, der Begriff "Compilation" wird auf der Veröffentlichung oder in verlässlichen Quellen als nichttechnische Angabe verwendet.
- 7"-Veröffentlichungen sollten nicht als "Compilation" gekennzeichnet werden, wenn sie vorher veröffentlichte Singles als "Double-Hit-Veröffentlichung" zusammenfassen.
- Wenn Zweifel oder Widersprüche bestehen, verwenden Sie die Kennzeichnung bitte nicht, sondern fragen Sie im Unterforum "Adding & Updating" um Rat.

6.16.7. Beispiele für die Verwendung dieser Kennzeichnung:

- Zulässige "Compilations": [Lemonheads* - Create Your Friends](http://www.discogs.com/Lemonheads-Create-Your-Friends/release/2073948) - Eine Zusammenstellung von zwei Alben, "Hate Your Friend" und "Creator". [Massive Attack - Collected](http://www.discogs.com/Massive-Attack-Collected/release/673161) - Eine "Best-Of-Compilation".
- Veröffentlichungen, die keine "Compilations" darstellen: [Blondie - Autoamerican](http://www.discogs.com/Blondie-Autoamerican/release/1184903) - Auf der Veröffentlichung ist vermerkt: "This compilation ?© 2001 Chrysalis Records, Inc". "Compilation" wurde hier in einem technischen Sinn verwendet, das heißt, die Veröffentlichung besteht aus einem ursprünglichen Album und einigen Bonusstücken.[Who, The - The Who Sell Out](http://www.discogs.com/Who-The-Who-Sell-Out/release/544480) - Diese Veröffentlichung enthält den Text "This compilation (P) & (C) 1995 Polydor Ltd. (UK)". Auch hier wurde der Begriff "Compilation" im technischen Sinn verwendet. Es ist allerdings völlig akzeptabel, den Text "This compilation..." in das Anmerkungen-Feld zu übernehmen.

Neuauflagen und Nachpressungen

6.17.1. Die Kennzeichnung "Neuauflage" kann verwendet werden, wenn sie auf der Veröffentlichung selbst erscheint, oder diese vom Künstler, vom Label oder anderen offiziellen Quellen als "Neuauflage" bezeichnet wurde. Sie kann auch dann verwendet werden, wenn der Inhalt des Tonträgers nicht zum ersten Mal veröffentlicht wird. Grundsätzlich kann dies unabhängig vom Format geschehen - eine CD kann eine Neuauflage einer LP sein. Neuauflagen können darüber hinaus auch unabhängig vom Land der Veröffentlichung erscheinen; bedenken Sie dabei jedoch, dass ein Werk zu unterschiedlichen Zeitpunkten in unterschiedlichen Ländern erstveröffentlicht worden sein kann - verwenden Sie die Kennzeichnung also grundsätzlich nicht, wenn zwischen den Auflagen nur eine kurze Zeitspanne (weniger als 18 Monate) liegt. Häufig können Veröffentlichungen intuitiv als Neuauflagen identifiziert werden, so zum Beispiel wenn eine LP eigentlich in den 1960er Jahren erschienen ist, sich Platte und Cover aber "neu anfühlen". In diesem Fall ist es zulässig, die Kennzeichnung zu verwenden. Stellen Sie dabei jedoch sicher, dass Sie dies in den Anmerkungen und / oder den Anmerkungen zum Eintrag nachvollziehbar begründen. Bedenken Sie: Nutzer sollen in der Lage sein, eine Veröffentlichung, die sie in den Händen halten, klar zuzuordnen. Die Anmerkungen-Felder zu verwenden, um die Veröffentlichung genau zu beschreiben, ist wichtig und kann sich für Andere als extrem hilfreich erweisen. Als Neuauflage sollten solche Veröffentlichungen nicht gekennzeichnet werden, die ein Werk nicht in seiner ursprünglichen Form enthalten. Dazu zählen zum Beispiel Singles, auf denen zwei Hit-Singles kombiniert wurden, oder CDs, die zwei Alben enthalten (es sei denn, auf der Veröffentlichung wird der Begriff "Neuauflage" verwendet).

6.17.2. Die Kennzeichnung "Nachpressung" kann verwendet werden, wenn sie auf der Veröffentlichung selbst erscheint oder vom Künstler, dem Label oder in anderen offiziellen Quellen verwendet wurde. Sie dürfen die Kennzeichnung außerdem verwenden, wenn Sie in der Lage sind, einen guten Grund dafür in den Anmerkungen und / oder Anmerkungen zum Eintrag zu liefern. Eine Nachpressung muss mit Hilfe der ursprünglichen Pressmatritzen / Stamper hergestellt worden sein; der Begriff Nachpressung ist nur für solche Tonträger geeignet, die, wie CDs und Schallplatten, gepresst wurden. In anderen Fällen kann die Kennzeichnung "Neuauflage" verwendet werden - beachten Sie die entsprechende Richtlinie. Die Kennzeichnungen "Neuauflage" und "Nachpressung" können zusammen verwendet werden.

Die Größe von Shaped-Vinyl-Platten

6.18. Wenn Sie eine Größe für eine Shape-Platte eintragen, orientieren Sie sich dabei bitte am Durchmesser der bepressten Fläche auf dem Tonträger.